Zsuzsanna-Gahse-CH

Zsuzsanna
Gahse

Zsuzsanna Gahse

  1. geboren 1946 in Budapest
  2. 1956 Flucht aus Ungarn mit den Eltern
  3. Gymnasialzeit in Wien und Kassel
  4. lebte dann mehr als ein Vierteljahrhundert in Stuttgart, später in Luzern und
  5. wohnt nun seit 1998 in Müllheim TG/ Schweiz

»Die Instabilität meiner Texte beruht vor allem darauf, dass einzelne Textteile nicht willkürlich zusammengeklebt werden, um eine flüssige, gewohnte Art der Erzählung zu präsentieren. Die Kittstellen fehlen, beziehungsweise es fehlt nichts, sondern das Überflüssige ist ausgelassen.

Und es ist die Realität, der ich mich auf diese Weise nähern möchte. Übrigens schreibe ich jetzt an einem nächsten Buch, und da sind die Texte nicht instabil, oder sie sind es auf eine andere Weise. Ich möchte mich nicht auf ein fertiges Rezept festlegen, und es reicht, dass die Idee der Instabilität ausgesprochen ist.

Was ich seit Anfang an vorhatte, ist eine Sprache, die zwischen erzählerischem Prosa und dem Gedicht steht. Eine Erzählweise, in der einzelne Sätze wichtig oder bemerkenswert sind, die andererseits auch eine Geschichte hergeben. Denn Geschichten sind durchaus interessant, und ich freue mich, wenn die Leser die Geschichten wahrnehmen.«

Donauwürfel - Gedichte

Zehn Silben mal zehn Zeilen bilden ein Quadrat, zehn Quadrate einen Würfel (10 x 10 x 10 = 1 Donauwürfel). In diesem neuartigen Versmaß von Zsuzsanna Gahse strömt die Erzählung durch das Buch. Der Donau und dem Sprachfluss folgend tauchen unentwegt Geschichten auf, um in den nachdrängenden Fluten wieder zu versinken.

Sie erzählen vom Leben am, im, auf, über, gegen und mit dem Wasser: von den Huchen am Flussgrund, dramatischen Hochwassern und Flussaustrocknungen, aber auch von Verzweifelten, die ihren Tod im Wasser suchten. So schwingt sich der Donaustrom in 27 Sprachwürfeln lyrisch, episch und auch szenisch durch die Tiefebene, hoch zu den Quellen und hinab zum Schwarzen Meer. In Nebenflüssen wird nach dem sagenhaften Donaugold gesucht, Fracht- und Ausflugsschiffe kreuzen auf, mitunter wird auch arg gestritten, an den Ufern, auf dem Fluss und über ihn hinweg.

Und man kann sich in das unerschöpfliche Sprachbett der Donau verlieben, aber auch in das unterschiedliche Tempo der Sätze, in die Stromschnellen des Texts. Denn wenn Zsuzsanna Gahse mit schlanker, moderner Sprache die Farben und Strömungen der Donau besingt, erweist sich als eigentlicher Hauptakteur – das Wasser.

http://www.zsuzsannagahse.ch

Zsuzsanna Gahse liest am

  1. Sonntag, den 27. Mai ab 19 Uhr im Atelier im Hof
  2. Montag, den 28. Mai ab 11 Uhr in der Kammgarn

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20 - 22/ 05/ 2016

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